Phantomstädte

Das "IntenCities"-Projekt von Adriane Steckhan

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile und Städte sind mehr als eine strukturierte Zusammenballung von Menschen und Beton. Doch was bleibt von ihnen, wenn man sie ihres Körpers beraubt? Bewegung, Erinnerungsspuren, Phantome?

So jedenfalls wirken die "IntenCities"-Installationen von Adriane Steckhan. Auf ihren Photographien nächtlicher Städte verschmelzen Details zu amorphen Formen, Farbflächen brechen auf zu flimmernden Strukturen. Der Blick scheint in die Tiefe hinter der Oberfläche vordringen zu können. Gleichzeitig finden auf dieser Oberfläche kraftvolle Bewegungen statt. Nicht nur die Dinge bewegen sich und hinterlassen dabei Lichtspuren und Hieroglyphen in der Nacht, auch das Kameraauge wird von der Stadt bewegt, von der Beschleunigung der U-Bahnen, dem Ruckeln der Omnibusse, dem Rollen der Hafenfähren. Auf der Schnittstelle zwischen diesen Ebenen der Bewegung geschehen die Bilder, als würde der Gestaltungswille der Künstlerin hinter etwas zurücktreten, das anmutet wie urbane Gedankenphotographie, mit der sich die Städte selbst abbilden: offen, fließend und gespenstisch. ---------------->

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IntenCities  

2004
Claus Friede, weltbekannt e.V.
Marianne Pitzen, Frauenmuseum Bonn


2005
Ruth Sachse, Phototriennale Hamburg

2007
Dr. phil. Thomas Piesbergen 1 2 3
Sara Sello, Kunsttreppe

2009
Jesper Soerensen, Zeitblick

2010
Dr. Uta Kuhl, Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum, Schloß Gottorf 
Dr. phil. Thomas Piesbergen, "Mexico DF"