Tritt man näher an die leuchtenden Flächen heran, wird die Matrix, in die die Bilder eingebracht sind, sichtbar. Auch die Haut, die "Urban Skin", auf der sich die Städte eingeprägt haben, ist in Bewegung: transparent, blasig, gallertartig. Der Duktus des Pinsels, mit dem das Acrylpolymer aufgetragen worden ist, tritt deutlich hervor, und es wirkt so, als könne sich das Material jeden Moment wieder verflüssigen.

Es stellt sich die Frage der Objektivität: sind gestochen scharfe Bilder ein authentischeres Abbild der Städte als diese nebelhaften Geistererscheinungen, in denen sich Bewegungen und Licht eher manifestieren, als dass sie abgebildet werden?
Ein klar subjektiver Eingriff hingegen sind die Inszenierungen der "Urban Skins". Die Bodeninstallation "London" entwickelt auf Bordsteinhöhe mit ihren 10m Länge eine ungeheure Dynamik. Das selbst so artifiziell wirkende Venedig erscheint als geteilter Vorhang, auf dem die pittoreske Kulisse der Altstadt einer blauschimmernden Flughafentristesse gegenübergestellt wird. Die auf Plexiglas aufgezogenen, vor der Wand gleichsam schwebenden Hamburger Arbeiten wirken schließlich wie Blicke in ein Aquarium, in dem die Stadt wie ein Korallenriff aus Neon leuchtet. ----->

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IntenCities  

2004
Claus Friede, weltbekannt e.V.
Marianne Pitzen, Frauenmuseum Bonn


2005
Ruth Sachse, Phototriennale Hamburg

2007
Dr. phil. Thomas Piesbergen 1 2 3
Sara Sello, Kunsttreppe

2009
Jesper Soerensen, Zeitblick

2010
Dr. Uta Kuhl, Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum, Schloß Gottorf 
Dr. phil. Thomas Piesbergen, "Mexico DF"